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Wussten Sie?Interessantes aus der Welt der Malerei
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| ...Dass die Wandmalerei schon sehr alt ist? |
Schon vor rund 30.000 Jahren entpuppten sich steinzeitliche Maler in der Grotte Chauvet bei Vallont Pont d`Arc in Südfrankreich als wahre Künstler! Meisterhaft konnten sie nicht nur die raren Farben, die sie zur Verfügung hatten, einsetzen, sondern auch die Unebenheiten des Hintergrundes in ihre großflächigen Darstellungen einbeziehen. Weitere steinzeitliche Künstler waren vor ca. 25.000 Jahren in der Cosquer-Höhle, vor ca. 15.000 Jahren in der Altamira-Grotte, und gleichzeitig in der Lascaux-Grotte tätig. Alles in allem also eine ziemlich lange Geschichte der Wohnraumverschönerung... |
| ...Dass die ältesten Farben die Erdfarben sind? |
Irgendwann vor zigtausend Jahren ist ein Steinzeitmensch wohl auf der Jagd oder beim Sammeln von Früchten auf dem feuchten Boden ausgerutscht und hat sich mit den Händen im Schlamm aufgestützt. Es war ein rötlicher, feiner Schlamm, der ihm an den Händen haften blieb. Als er gleich darauf, der Schlamm war noch feucht, zu seiner Gruppe in die Höhle zurückkehrte, passierte folgendes: So, wie er sich an den Höhlenwänden abstützte, blieb sein "Schatten" an der Höhlenwand kleben. Das Staunen seiner Mitbewohner schlug nun bald in Begeisterung um: Endlich konnten sie sich für ihre Kameraden verewigen, bevor sie auf die Jagd gingen! So oder so ähnlich könnte es sich abgespielt haben, die erste Geschicht der Pigmente. Und weil die Erdfarben einfach nur eingesammelt werden mußten, waren sie auch von Anfang an dabei, bei der Geschichte der Malerei... |
| ...Dass die Malerei ein Zauber war? |
Als die Steinzeitmenschen erkannten, dass sie sich mit diesen Farben in ihren Höhlen verewigen konnten, begannen sie nun auch, die Umwelt und hier speziell die Tiere um sie herum, auf den Wänden abzubilden, um sie entweder als Jagdbeute an sich zu binden, oder aber sie als gefährliche Gegner beherrschen zu können, und wenn es nur als Bild war. So kam der Schlamm, in den irgendwann einmal einer von unseren Urahnen gestürzt war zu seiner mythischen und übernatürlichen Bedeutung. Auch bei der Bestattung wurden oftmals roter Ocker, der lebenserhaltende Kräfte besitzen sollte, den Toten in die Gräber gegeben,um sie auch im Jenseits bei der Jagd zu beschützen. So wichtig war er damals, der Gatsch... |
| ...Dass Grün und Blau lange warten musste? | Erst vor ca. 6.000 Jahren "erfanden" die alten Ägypter weitere Farben, nämlich Blau (Durch Erhitzen von Kalk und Quarzsand), und durch einen misslungenen Versuch, bei dem zuwenig Sauerstoff vorhanden war, Grün. Für die nächsten 3.000 Jahre waren nun Rot, Gelb (Erdfarben), Schwarz (Holzkohle), Weiß (Kalk), Blau und Grün (Kalk&Quarzsand) die einzigen Pigmente, die hergestellt werden konnten. Wenn man daran denkt, wie umständlich es einem oft schon vorkommt, mit einem kleinen Malkasten mit, sagen wir mal, 12 Farben zu malen, können wir ja froh sein, nicht damals gemalt zu haben... |
| ...Dass wir Byzanz viel zu verdanken haben? |
Als das römische Reich durch Kaiser Konstantin in eine westliche und eine östliche Hälfte geteilt wurde, zerfiel bald darauf Westrom in viele kleine Staaten. Diese unruhigen Zeiten (Völkerwanderung, Aufbau und Verfall vieler Dynastien) vernichtete binnen kurzer Zeit an geistigem und künstlerischen Wissen, was von den Ägyptern über die Griechen zu den Römern gebracht wurde. Einzig Byzanz, das sich zwischen den westlichen Staaten und dem bald islamisierten Osten halten konnte ( immerhin bis zum Jahr 1453) schaffte es, die Blüte der Kunst über all diese Wirren in das hohe Mittelalter hinüberzuretten, wo sie dann wieder (als Renaissance) von der wiedererstarkten Kultur übernommen werden konnte. Wäre das für viele als dekadent erscheinende Byzanz schon früher zwischen den neuen Mächten am Mittelmeer zerrieben worden, wer weiß, wie viel von der Malerei noch zu uns gekommen wäre... |
| ...Dass die Fassadenmalerei über Venedig kam? |
Natürlich nicht nur über Venedig. Aber als Kolonie des byzantinischen Reichs war es sozusagen eine Hochburg der Kunst bis ins hohe Mittelalter hinein. Von Venedig als einem von mehreren Standorten breitete sich die Kunst, Fassaden zu bemalen, wieder über Europa aus, am Anfang speziell in Kirchen von denen wir noch immer weltberühmte Kunstwerke kennen... |
| ...Dass auch die Lüftlmalerei "heilig" war? |
Im 18. Jahrhundert etwa kam die Fassadenmalerei dann endlich vom Mittelmeerraum über die Alpen zu uns. Zuerst ließen reiche Händler, Handwerker und Bauern ihre imposanten Höfe verzieren, um ihren Reichtum zur Schau zu stellen. Natürlich übernahmen sie dabei, speziell am Anfang, die religiösen Motive aus den Kirchen. Erst im 20. Jahrhundert konnten sich auch die vielfältigsten Themen durchsetzen, die vom Alltagsleben genauso erzählen wie von der schönen Natur, etc, etc, etc...
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| ...Dass die Lüftlmalerei so heißt, weil? | Wahrscheinlich kommt der Name "Lüftlmalerei" vom berühmtesten Vertreter dieser Kunst, dem Maler Franz Seraph Zwinck (1748-1792). Dieser lebte nämlich zeitweise im sogenannten "Lüftlhaus", und aufgrund seines Berufes wurde er somit kurzerhand zum "Lüftlmaler"... |